Braut mit blauer Floristik – Die Bildprobe, Moodboard erstellen
The Issue · Design

Die Bildprobe

Wie Ihr ein Moodboard erstellt wie ein Profi.

Die Antwort zuerst

Ein gutes Moodboard entsteht vor dem ersten Dienstleister – und hat genau eine Aufgabe.

Bevor der erste Dienstleister angefragt wird, entsteht das Bild: Euer Moodboard hält fest, wie Euer Tag aussehen soll – Farbe, Licht, Material, Form. Alles Weitere folgt daraus. Es ist kein Deko-Sammelalbum, sondern der Maßstab, an dem Ihr später jede Entscheidung messt.

Die meisten Moodboards scheitern am selben Punkt: zu viele Bilder, zu viele Richtungen, kein Fokus. Ein Moodboard wie ein Profi zu erstellen heißt vor allem: weglassen.

Die Regeln

Vier Regeln für ein Moodboard auf Pro-Niveau.

  1. Regel 01

    Fünf Farben, nicht mehr

    Weiß, Eure Farbe, Eure Farbe in dunkler, ein neutraler Ton, Schwarz. Mehr braucht ein Bild nicht – und mehr verträgt es auch nicht.

  2. Regel 02

    Ein Blatt pro Gewerk

    Farbwelt, Licht, Floristik, Tafel, Mode, Kulisse, Papeterie: je ein eigenes Blatt. So seht Ihr sofort, wo Euer Bild noch Lücken hat.

  3. Regel 03

    Stimmung vor Deko

    Sammelt Bilder für Licht und Gefühl, nicht für einzelne Gegenstände. Ein Moodboard zeigt, wie sich der Tag anfühlt – nicht, was gekauft wird.

  4. Regel 04

    Gemeinsam, aber ehrlich

    Erst antwortet jeder für sich, dann legt Ihr die Bilder nebeneinander. Wo Ihr Euch unterscheidet, beginnt das Gespräch – und genau daraus entsteht Eure Handschrift.

So fangt Ihr an

Der schnellste Weg zu Eurem Moodboard.

Ihr müsst dafür nicht stundenlang Bilder sammeln. Mit Eurer Setcard beantwortet Ihr sieben Fragen – jeder für sich – und bekommt am Ende einen fertigen Text, aus dem Euer visuelles Moodboard entsteht: zehn Blätter, ein Blatt pro Gewerk, nach meiner Vorlage „Die Bildprobe“.

Und wenn Euer Moodboard steht, ist es die Grundlage für alles Weitere: für die Location-Suche, die Gespräche mit Dienstleistern und jede Designentscheidung bis zum Tag selbst.

FAQ

Fragen zur Bildprobe.

Reicht nicht einfach ein Pinterest-Board?

Pinterest ist ein guter Anfang – aber ohne Regeln wird daraus schnell ein Sammelalbum aus hundert Hochzeiten. Die Kunst ist das Kuratieren: fünf Farben, ein Blatt pro Gewerk, eine Handschrift.

Wann sollten wir das Moodboard erstellen?

Ganz am Anfang – in der Vision- und Design-Phase, bevor Ihr Locations oder Dienstleister anfragt. Warum die Reihenfolge so wichtig ist, lest Ihr im Artikel Der Drehplan.

Was, wenn wir zwei verschiedene Vorstellungen haben?

Dann habt Ihr das früh gefunden – und das ist ein Geschenk. Verbindet beide Welten bewusst, statt einen Kompromiss zu suchen, der niemandem gehört. Eure Setcard zeigt Euch genau, wo Ihr Euch einig seid und wo nicht.

Weiterlesen
Euer Startpunkt